Synchronisation und Optimierung des Zug- und Drohnenverkehrs auf einem Dedicated Server
Die Automatisierung der Logistik mit Zügen und Drohnen ist der einzige Weg, eine Megafabrik im Late-Game ohne die katastrophalen Lags von kilometerlangen Förderbändern zu betreiben. Das Verpacken von Ressourcen in Frachtwaggons entlastet die CPU des Hostings erheblich, bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich. Viele Server-Administratoren bemerken: Nach dem Erstellen von Fahrplänen beginnt der automatische Verkehr zu streiken. Züge bleiben an Weichen stehen, Drohnen verharren in der Luft über ihren Häfen und der Server-Thread leidet unter Mikrorucklern.
In diesem Artikel analysieren wir die interne KI-Pfadfindungslogik aufseiten des Satisfactory Dedicated Servers und lernen, wie man Gleiskreuzungen mithilfe von Block- und Pfadsignalen richtig aufbaut, um Desynchronisationen und Blockaden zu eliminieren.
Warum streikt die Transport-KI auf dem Server?
Im Einzelspielermodus (Singleplayer) erfolgt die Routenberechnung der Fahrzeuge augenblicklich. Auf einem dedizierten Server ist das Spiel jedoch in asynchrone Threads unterteilt, und die Simulation der KI-Routen hängt direkt von der Server-Tickrate ab. Fehler treten meist aus zwei Gründen auf:
- Server-Client-Desynchronisation: Wenn Züge sich mit maximaler Geschwindigkeit bewegen, berechnet der Server ihre Raumvektoren diskret (in bestimmten Schritten). Wenn die Server-CPU zeitgleich durch einen Autosave oder eine komplexe Produktionsberechnung ausgelastet ist, verzögert sich der Tick. Der Zug überfährt physisch einen unsichtbaren Signal-Triggerpunkt. Die Serverautomatik wertet dies als illegalen Blockeintritt und stoppt den Zug mit Fehlern wie
No PathoderWaiting for Time Table. - Deadlocks bei der Kollisionsprüfung: Wenn das Schienennetzwerk chaotisch und ohne saubere Aufteilung in unabhängige Blöcke gebaut ist, muss die Engine jede Sekunde Kollisionsprüfungen für jeden Zug auf dieser Strecke durchführen. Wenn zwei Züge sich gegenseitig an einer Kreuzung blockieren, verfällt die KI in eine Endlosschleife bei der Suche nach Alternativrouten, was die Server-UPS drastisch einbrechen lässt.
Die goldenen Regeln der Schienensignalisierung
Damit die Serverautomatik niemals versagt, müssen Schienen konsequent in sogenannte Blöcke unterteilt werden – isolierte Streckenabschnitte, auf denen sich zu jedem Zeitpunkt nur ein einziger Zug befinden darf. Dies wird über zwei Signaltypen geregelt.
Die wichtigste Signalregel: Platzieren Sie Signale immer auf der rechten Seite des Gleises in Fahrtrichtung des Zuges. Wenn Sie eine zweigleisige Hauptstrecke bauen, dürfen sich Richtungs-Signale auf demselben Gleis niemals gegenüberstehen, da der Server den Block sonst als Wendestrecke einstuft und die Routenprioritäten fehlschlagen.
1. Block-Signale — Für freie Strecken und Bahnhofsbereiche
Ein Block-Signal arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Es liest den Belegungszustand des Streckenblocks direkt vor sich bis zum nächsten Signal aus. Ist der Block durch einen anderen Zug besetzt, zeigt das Signal Rot und stoppt nachfolgende Züge.
- Einsatzbereiche: Auf langen, geraden Strecken zwischen Fabriken sowie unmittelbar vor der Einfahrt in Frachtbahnhöfe.
- Performance-Optimierung: Unterteilen Sie lange Hauptstrecken durch Block-Signale in Abschnitte, die etwa der 1,5- bis 2-fachen Länge Ihrer Standardzüge entsprechen. Dies ermöglicht es den Zügen, in dichtem Takt hintereinander herzufahren, während die Server-Engine gezwungen wird, die Bewegungsvektoren in lokalen, isolierten Datensätzen statt im globalen Netzwerkstream zu verarbeiten.
2. Pfad-Signale — Für komplexe Kreuzungen und Weichen
Dies ist ein fortschrittliches Signal, das Performance-Lags an komplexen Knotenpunkten verhindert. Statt nur zu prüfen, ob eine Kreuzung komplett frei ist, zwingt es herannahende Züge, einen spezifischen, kollisionsfreien Pfad durch diese Kreuzung im Voraus zu „reservieren“.
- Einsatzbereiche: Ausschließlich an den Einfahrten zu Weichen, T-Kreuzungen und Kreisverkehren.
- Server-Mechanik: Wenn zwei Züge aus unterschiedlichen Richtungen in eine komplexe Kreuzung einfahren und sich ihre Zielrouten physisch nicht schneiden (z. B. biegt einer rechts ab, während der andere geradeaus fährt), erlaubt das Pfad-Signal beiden die gleichzeitige Durchfahrt. Der Server vermeidet Frame-stoppende Notbremsungen und verschwendet keine CPU-Zyklen für Fahrplan-Neuberechnungen.
Der richtige Algorithmus für die perfekte Kreuzung
Damit Ihre Gleisknotenpunkte niemals einen Signal Loop Standard-Fehler auslösen und den Server-Thread blockieren, nutzen Sie diese universelle Automatisierungsformel:
Platzieren Sie ein PFAD-SIGNAL an jedem EINGANG einer Kreuzung.
Platzieren Sie ein BLOCK-SIGNAL an jedem AUSGANG einer Kreuzung.
- Isolieren Sie den Kreuzungsbereich: Die Schienen innerhalb der Weichen müssen einen einzigen, sauber abgegrenzten Block bilden.
- Platzieren Sie wenige Meter vor dem ersten Schienenschnittpunkt am Eingang ein Pfad-Signal. Nähert sich ein Zug, bittet er den Server um die Reservierung seiner Fahrspur.
- Direkt hinter der Kreuzung auf dem abführenden Gleis platzieren Sie ein Block-Signal. Sobald der letzte Waggon diese Linie passiert, wird der Kreuzungsblock sofort wieder für andere Zugpfade freigegeben.
Optimierung von Drohnen: Hover-Locks effektiv verhindern
Drohnen sind die ideale Transportlösung, um wertvolle Güter (Uranerz, Batterien, Computer) über enorme Distanzen zu bewegen. Sie fliegen lineare Vektoren und benötigen keine physischen Schienen, geraten jedoch auf Dedicated Servern oft in eine Endlosschleife und verharren schwebend über den Häfen.
| Drohnen-Problem auf dem Server | Technische Ursache | Ingenieurstechnische Lösung |
|---|---|---|
| Die Drohne schwebt über dem Hafen und landet nicht | Dem Zielhafen fehlen Batterien für den Rückflug. Die serverseitige KI blockiert den Landevorgang, damit die Drohne nach dem Entladen nicht ohne Treibstoff strandet. | Stellen Sie eine ununterbrochene Zufuhr von Batterien an mindestens einem der beiden verknüpften Häfen sicher. Eine einzige Tankstation befüllt die Drohne mit genug Energie für eine vollständige Hin- und Rückschleife. |
| Mehrere Drohnen kollidieren in der Luft und frieren ein | Es wurden mehr als 2–3 Drohnen demselben Hafen zugewiesen. Die serverseitige Landewarteschlange (Landing Queue) läuft über. | Halten Sie sich an die strikte Regel: Ein Hafen – eine feste Drohne. Um den Durchsatz zu erhöhen, bauen Sie zusätzliche Häfen nebeneinander auf. |
Wartungs-Checkliste für Server-Administratoren
- Pufferspeicher der Häfen regelmäßig leeren: Wenn der Ausgangsslot eines Drohnenhafens komplett mit Ressourcen blockiert ist, fliegt die ankommende Drohne an, verharrt im Schwebemodus und bleibt in einem aktiven Simulationsloop, was die Server-UPS belastet. Leiten Sie Logistik-Überläufe mittels intelligenter Splitter direkt in einen AWESOME-Schredder um.
- Vermeiden Sie ebenerdige Gleiskreuzungen: Trennen Sie große Schienenkreuze bei der Konstruktion vertikal durch Brücken und Rampen. Wenn Züge sich niemals physisch auf derselben horizontalen Ebene kreuzen, muss der Server keinerlei CPU-Zyklen für komplexe Signallogiken oder Echtzeit-Kollisionsprüfungen aufwenden.
Fazit: Die Signaleinrichtung in Satisfactory erfordert das Trennen von Rechenlasten. Ein Schienennetzwerk, das auf kreuzungsfreien Brückenbauten und einer klaren Blockaufteilung basiert, isoliert die KI-Berechnungen in eigenständige Threads, sodass der Dedicated Server stabile 30.0 UPS erreicht.